Ei gude wie, allseits! 

Nach einem Ausschlaftag bin ich wieder frisch und munter, genauso wie der nun anstehende Bericht.  Arg viel Anekdoten gab es diesmal nicht, dafür war wohl die Zeit zu kurz, aber viel gelacht haben wir trotzdem.  Das Wetter war diesmal an einigen Tagen durchwachsen, sprich bewölkt. Aber Wasser kam von oben zum Glück keins runter. 

So war unsere Route:

Wir sind insgesamt fast genau 1330 Meilen gefahren. War doch mehr als erwartet und ausgerechnet, aber die Hin- und Herfahrerei an einem Ort macht sich halt auch bemerkbar. Dafür war der Spritpreis sehr angenehm. Wir haben überwiegend für 2,19 Dollar die Gallone getankt und da wir nicht sooo viel gefahren sind und unser "Goldi" wohl ein Sparfuchs war, haben wir nur jeden zweiten Tag getankt. Das waren umgerechnet gerade mal 80 Euro für Sprit. Nicht schlecht, oder? 

Für die Motels haben wir im Schnitt etwa 65 Dollar ausgegeben. Wir bleiben also unserem bisherigen Schnitt von 70 Dollar recht treu...
Unsere längste Wanderung war die zu den Lower Calf Creek Falls, die anstrengendste von den Höhenmetern der Rundweg im Escalante Petrified Forest SP, die für mich schönste und erfrischendste im Willis Creek.

Wir haben 8 komplett neue Ziele kennengelernt und 5 altbekannte Orte besucht. Alles in allem war es abwechslungsreich, wir hatten viel Spaß, viel Anstrengung, viele Fotos und nasse Schuhe. 

Dann starten wir mal in den Urlaub...

23.04.09

Pünktlich ist unsere Maschine der USAir in Frankfurt gestartet. Konnte nur schlecht schlafen, auf dem Transatlantikflug gings, allerdings nur wenn „Heulboje Charlotte“ im Sitz vor Regina die Klappe hielt und das kam in den ersten 4 Stunden so gut wie nie vor. Nach dem Organ zu urteilen, müßte sie später mal als Sirene arbeiten. :a-lach: Um 14.15h Ortszeit sind wir in PHL gelandet, kamen gut durch die Immigration. Es wurde diesmal viel gefragt: wieviel Besuche in den USA, wie lange war der längste Besuch, was war immer der Zweck der Reise, welchen Beruf habe ich usw. Dann Fingerabdrücke erst rechts vier Finger, dann rechten Daumen, dann gleiche Prozedur links. Danach noch ein schickes Digi-Bild. :harhar: Die grünen Zettel und Zollformulare mußten trotz ESTA zusätzlich ausgefüllt werden wie bisher.

Auf dem Inlandsflug hatten wir zwar breitere Sitze, aber trotzdem kaum Schlaf. Die Zeit wollte nicht vorbeigehen. Wir sind wieder direkt über den GC geflogen – und kein Fotoapparat in der Hand! Shit! Mit Reginas Handy habe ich ein paar „Beweisfotos“ gemacht, mal sehen was die taugen. Ich hab noch keine Kopien davon, das kann dauern. Regina hat nämlich noch keine Lust zum Bilder sortieren... :roll:

18.15h Ortszeit sind wir in LV ausgestiegen. Unser Gepäck war schnell da und dann gings mit dem Shuttle zur Mietwagenstation. Der aalglatte Angestellte ('n echt komischer Typ, so "schmierig") wollte uns wieder mal eine zusätzliche Versicherung aufschwatzen. Ansonsten lief diesmal alles glatt mit der Anmietung. Auto: Kia, Midsize SUV, aber leider kein 4WD. Macht nix, Hauptsache High Clearance. Ersatzreifen vorhanden, Werkzeug nicht allzu viel, aber das brauchen wir ja (hoffentlich) eh nicht.
Ein paar Minuten später haben wir das Gepäck rein- und mich hinters Steuer gehievt. Hat mords Zug das Teil! :mrgreen: Fährt sich butterweich, Farbe „gold“ (auch wenn der von der Vermietung meinte, es wäre die Farbe "brown" oder "tan", auf dem Schlüssel steht übrigens beige. Der war wohl farbenblind). Die Sitze sind bequem, man kann den Fahrersitz in alle Richtungen verstellen und diesmal ist im Kofferaum sogar eine Abdeckung vorhanden.

 

 


 

 



Etwa 30 Min später haben wir im Stratosphere Tower Hotel eingecheckt. Das Internet kostet 11,99 $, das nutze ich hier nicht. Aber die Zimmer sind schön, 23. Stock (Tower 3, Zimmer 69) mit Blick auf Fremont Street. Unten nahmen wir noch was kaltes zu trinken mit und ein erstes Bud, was wir uns einflößten. Wir waren müde und haben das Licht gegen 21h ausgemacht, um in den nächsten Tag zu ratzen. :a-zzz:

Übrigens, unsere Putze heißt „Alma“. Aaaaalma, schalten Sie ihr Hörgerät ein! :a-lach: (wer den Film Sister Act kennt, weiß wovon ich rede...). Ab jetzt hieß es jeden Morgen: denkst du an den Tip für die Alma? :mrgreen:


24.04.09

Um 4.22h hab ich auf die Uhr geschaut. Regina war auch schon wach. Kaffee um halb 6 geholt und um 6h geduscht. Nach einem guten amerikanischen Frühstück bei Dennys um die Ecke gings nach Saint George und weiter zum Snow Canyon SP. Nach gut 2 Stunden Fahrt erreicht wir den Parkeingang. Ist ein netter Park, ähnlich wie Valley of Fire. Scheint gut mit Fahrradwegen ausgestattet zu sein, hier gibt es viele Biker. Natürlich mußten wir erstmal die Toiletten am Bookstore einweihen :mrgreen: , danach sind wir die Parkstraße entlang gegondelt. Bei "Lava Caves" haben wir unseren ersten größeren Spaziergang gemacht bis zum Blick in den West Canyon. Leider ist es sehr bewölkt, die Sonne dringt nur selten durch, von blauem Himmel ganz zu schweigen...

 

 



Die 8 Meilen lange West Canyon Road, die wir eigentlich fahren wollten, ist leider nicht öffentlich und nur für Biker und Wanderer gedacht. Zu einer insgesamt 16 Meilen langen Wanderung in der Mittagshitze hatten wir aber dann doch keine Lust. So sind wir nach den Lava Caves (zwei an der Zahl habe ich entdeckt, war jetzt aber nicht sooo prickelnd) noch zum White Rocks Trailhead gefahren und die ca. 1,6 km zu den White Rocks gelaufen. Das war nett, man konnte schön in den Felsen rumklettern, hatte was von Wave, nur eben in weiß-gelb.

 

 


 

 


 

 


 

 


 

 



Den Snow Canyon Overlook außerhalb des Parks haben wir uns auch angeschaut, da hat man einen schönen Blick in den Park und entlang der Parkstraße.

 

 



Wir beschließen, nicht in St.George zu übernachten, sondern bis Hurricane noch weiterzufahren. Gesagt, getan. Dort kamen wir in einem Super8 für 55 Dollar unter mit Continental Breakfast.

Nach einem Essen im Chinarestaurant (Panda Buffet) waren wir jetzt hundemüde, es war gleich 22h. Also ab in die Heia...

Irgendwann auf der Fahrt nach Hurricane hat Regina übrigens die erste Anekdote losgelassen. Wir trafen unterwegs erstmals auf den jetzt recht reißerischen Virgin River, der ja auch durch den Zion fließt. Beim Anblick der Stromschnellen meinte Regina: guck mal ein „fleißender Ruß“ - womit sie wohl eigentlich den „reißenden Fluß“ gemeint hatte. Von da an waren alle Gewässer und Rinnsale für uns nur noch "der fleißende Ruß". :mrgreen:

Übrigens hatten wir heute unsere ersten Einkäufe getätigt und u.a. einen Sixpack Bud mitgenommen. Mal sehen, wie lange der reicht...

Für morgen hatte ich eigentlich den Pipe Springs Park eingeplant, aber Regina überraschte mich - und es kam dann doch anders...

25.04.09

Heute geht’s zum Zion. Überraschenderweise fand Regina (ja, genau die Regina, die den Zion eigentlich nie so interessant fand :mrgreen: ) die Idee gut, mit dem Shuttle in den Zion Canyon zu fahren. Also fiel die andere Strecke über Pipe Springs NM aus.
Nach einem Continental Breakfast im Super8 fuhren wir auf den Interstate 15 Richtung Zion NP. Sinnigerweise sind wir vom Hotel aus in die falsche Richtung abgebogen und fuhren ohne es recht zu bemerken wieder Richtung St. George. *autsch* :wand: Erstmal getankt, danach noch schnell im Walmart nach Kats Spielzeug gesucht (und leider nicht gefunden) und dann tauchte erstmals ein Schild „St. George 6 miles“ auf, das mich stutzig machte. Da bemerkten wir dann auch, daß die ganze Zeit kein Schild zum Zion wies. *auaaaaaa* :wand: :wand: :wand:
Also schön, am I-15 gedreht und wieder zurück. Kurz nach 10h kamen wir dann endlich am Zion an und kauften uns erstmal den Annual Pass für 80 Dollar. Am Visitor Center fanden wir tatsächlich noch einen Parkplatz (wir dachten schon, das wird nix, weil es ja Samstag war) und machten uns lauffertig, denn wir wollten am Temple of Sinawawa den Riverside Walk gehen. Die Shuttlefahrt war sehr schön, der Himmel strahlend blau, da konnten wir schöne Fotos machen.

 

 


 

 


 

 



Der Walk selbst war okay aber jetzt nicht so spektakulär wie ich ein bißchen gehofft hatte. Am Ende des Trails sah man dann auch sofort, daß die Narrows zur Zeit nur für „Lebensmüde“ begehbar sind, denn der Fluß hatte wirklich eine extrem starke Strömung und war wohl auch höher als sonst. Einige Kajakfahrer hatten aber ihren Spaß daran. :super

 

 


 

 


 

 



Dieser kleine "Hobbit" (äääh Squirrel) war einer der vielen, die uns auf dem Spaziergang begegneten. Die standen teilweise richtig stramm für ein Foto! :lol: Lustige Kerlchen...

 

 



Es war schon nach 14h als wir uns Richtung Kanab aufmachten. Den Trailhead zum Toadstool Hoodoo erreichten wir erst nach halb vier. Unterwegs hatte Regina beim fahren schon bemerkt, daß ein starker Wind herrschte. Schon vormittags im Zion war das so, hielt sich zwischen den hohen Wänden aber in Grenzen. Hier draußen jetzt auf freier Bahn war es der blanke Horror! War es schon schwer genug, uns wanderfertig zu machen (wir haben uns eingepackt, denn der Wind war kalt, dabei hatten wir Mühe, in die Jacken zu schlüpfen), so waren wir bereits nach wenigen Metern mit Sand gepudert! :? Eigentlich ist der Weg ein Spaziergang mit kleinen Steigungen und am Ende ein paar Klettereinlagen, aber der Wind oder besser Sturm machte es zu einer anstrengenden Tour. Aber es hat sich gelohnt! Trotz allem Wind hatten wir tollen blauen Himmel und einige weiße Wattewölkchen – perfekt zum fotografieren!

 

 
"Wegen diesem kleinen Popel sind wir hierher gelaufen?"


 

 
Naja, von nahem sah er dann doch ganz imposant aus.... *lach*


 

 
Albu festgerammelt im Boden für die Standkraft gegen den Sturm... ;-)))


 

 
"Hörst du jetzt endlich auf zu fotografiereeeeeen?!?!" *kreisch* ;-)))


 

 


 

 


 

 
Da hatte Regina mindestens zum 150zigsten Mal ihre blöde Mütze eingefangen, die ihr der Sturm immer wieder klaute. Aber neiiiin, wir müssen es ja weiter provozieren und das Ding immer wieder auf den Kopf drücken... *grins* Zur Eurer Beruhigung: sie hat die Mütze noch...


 

 



Auf dem Rückweg vom zweiten Tal kamen uns einige Wanderer entgegen. Der eine kam auf mich zu, lachte mich an und meinte: „Do you know your hair brightens?“ Hä? Was meint der? „The sun stands directly behind you and your hair is glowing like a fire.“ Ach echt? Witzig, daß sowas von einem Mann kommt. :a-lach: Wir haben mal ein Beweisfoto gemacht. Er hatte recht - mehr oder weniger... :lol:

 

 



Zurück am Auto waren wir aber doch sehr geschafft. Nun ging es nach Page, eine Ü suchen. Wir hatten uns gute 2,5 Stunden an den Hoodoos rumgetrieben und kamen erst gegen halb sieben Ortszeit Page dort an. Uiuiui, wir mußten doch tatsächlich mehrere Motels anfahren für ein Zimmer! Der Ort war rammelvoll. Naja, immerhin war Samstag und wir schon recht spät dran für die Ü-Suche. Die beiden Motels unserer ursprünglichen Wahl waren ausgebucht bzw hatten nur noch Suiten. Okay, 110 bzw 145 Dollar wollten wir dann doch nicht ausgeben pro Nacht… Am Ende landeten wir in der Travellodge. Nachdem das Treffen mit Saunameister und seiner Frau nicht zustande kam (deren Wavetour waren ebenfalls vom Winde verweht, sie mußten leider abbrechen und sind schon weitergefahren) gönnten wir uns zum Tagesabschluß ein leckeres Essen bei "unserem" Mexikaner „Fiesta Mexicana“ (ja, ich weiß Yvonne, es ist auch "dein" Mexikaner... :mrgreen: ). Diesmal hatte ich keine Enchiladas sondern einen Carne Asada Burrito. Oberlecker, aber ich hab nur den halben Teller geschafft… :roll:

Auf dem Zimmer gab's noch einen "Absacker" (Bud) auf Eis und dann hörten wir die Englein singen...

Für morgen stand der Yellow Rock auf dem Programm - dachte ich....

26.04.09

Wir waren schon früh wach heute, ca. halb fünf. Den Yellow Rock haben wir nach kurzer Besprechung abgehakt. 7 Meilen Rundweg und 4-5 Stunden war uns nach den zwei kleinen Wanderung gestern heute früh zuviel, zumal der YR eigentlich besser am Nachmittag wäre, aber da soll ja heute der Alstrom Point herhalten. Wir entschieden uns, zum zweiten Mal nach 2004 den Upper Antelope Canyon zu besuchen. Da es recht bewölkt war, wäre es Quatsch gewesen bis zur Mittagstour zu warten. Eine gute Entscheidung im Nachhinein! Wir fuhren also direkt zum Trailhead des Upper Antelope. Am Navajo Nation Fair Kassenhäuschen ein erster Schock. Da hing ein Schild „No Tours today“. :gruebel: Watn datn? Aber da saßen doch zwei Damen hinter dem verschlossenen Fenster? Also hab ich einfach mal gefragt, ob sie heute „sold out“ wären. Könnte ja sein, was weiß ich. Die guckte mich total entgeistert an: :?: :?: :?: Dann wies ich auf das Schild vorne. Die jüngere der beiden zog den Zettel von der Scheibe und dann mußten beide lachen. Das Schild war wohl schon älter! :schwitz: :mrgreen: Jetzt war der Damm gebrochen und wir konnten uns ganz locker mit der Navajo-Lady unterhalten. Nachdem wir die Fair von 6$ pP bezahlt hatten, stellten wir das Auto auf dem Parkplatz ab und gingen zum Tourguide-Häuschen. Dort zahlten wir nochmals 25 Dollar pP für die nächste Tour um 8.45h. Uff, so früh war ich ja noch nie in einem der Antelopes… (Übrigens, die "Photographers Tour" würde 40 Dollar kosten)

 

 
Unser Jeep


 

 
die sandige Piste hinter uns



Pünktlich 8.45h wurden wir zu einem der Jeeps gerufen. Nicht zu fassen, wir waren tatsächlich nur zu dritt plus Guide! Der junge Navajo konnte sich als Hahn im Korb fühlen bei uns drei Weibern. Es war noch eine weitere junge Dame dabei, die ich mal auf Ende 20/Anfang 30 schätze. Nach einer rasanten Fahrt über die diesmal sehr versandete Strecke betraten wir mutterseelenallein den Upper Antelope.

 

 



Schon am Eingang war es sehr imposant und mir fiel gleich wieder ein, daß ich es auch 2004 schon sehr schön fand. Natürlich war es diesmal wesentlich dunkler im Canyon als bei der Mittagstour 2004, aber das hatte seinen Reiz. Und wir hatten ja einen echten „Privatguide“ für 3 Hühner, der Junge legte sich denn auch mächtig ins Zeug, erzählte sehr viele Dinge rund um den Antelope und andere Slots in der Gegend und machte sogar Fotos an besonderen Stellen mit unseren Kameras! So sahen wir z.B. einen indianischen Bären, einen Kojoten und „Monument Valley bei Sonnenaufgang“, was wir ohne seine Hinweise nie entdeckt hätten!

 

 
der indianische Bär


 

 
Coyote


 

 
Monument Valley at sunrise



Ich hatte allerdings mal wieder Sand in den Haaren, denn es rieselte an einer Stelle, an der wir länger verweilten, unaufhörlich Sand von oben in den Canyon. :roll: :motz: Wir hatten viel Spaß mit unserem netten Guide - und er wohl auch mit uns. Dafür hatte er sich denn auch ein gutes Trinkgeld verdient (so ein hohes Tip hab ich noch nie gegeben :oops: ). Wir wurden alle 3 sogar mit freundlichem Handschlag verabschiedet, was ja in Amerika nicht gerade üblich ist bei Fremden. War auf jeden Fall ein toller Vormittag gewesen. Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, aber wir waren wohl nicht mehr als 90 Minuten im Canyon (zzgl Fahrt von je 15 Minuten).

 

 
 
 



Da der Antelope ursprünglich nicht auf unserer Liste stand, hatten wir beide kein Stativ dabei. Die meisten unserer Bilder wurden unscharf. Aber ein paar brauchbare fand ich dann doch, wobei ich allerdings das ein oder andere etwas nachbearbeiten mußte bezüglich Schärfe und Farbsättigung...

 

 


 

 


 

 
Ein kleiner Lizard beim "abhängen"...



Danach fuhren wir (nach einem kleinen Abstecher zum Lake Powell Overlook/Wahweap Marina Overlook) nach Big Water in das BLM-Center. Hier deckten wir uns mit diversen Infomaterialien ein, schauten uns einen sehr schönen Film über das GSENM an und erkundigten uns nach den Straßenzuständen. Hierbei wurde uns von der SMR abgeraten, die sei in Teilen (Alvey Wash) sehr rough und es sei unbedingt ein 4WD nötig, ohne ginge es gar nicht. Hmmmm, das warf ja nun wieder die Planung durcheinander, wir wollten doch eigentlich morgen über die SMR nach Escalante. Wir hatten zwar ein HC, aber unser Kia Sorento war nunmal kein 4WD. Wagen oder nicht wagen? Nun, darüber mußten wir uns am Abend mal einigen. Die Strecke zum Alstrom Point wollten wir uns diesmal aber nicht nehmen lassen. Arme Regina, wenn die gewußt hätte, was auf uns (oder besser auf SIE) zukam…

 

 
...zunächst mal jede Menge Kühe und Kälber...



Diesmal haben wir (auch mit einer Karte vom BLM) ohne Probleme alle Abzweige richtig genommen und bis zum ersten Viewpoint problemlos die Strecke bewältigt.

 

 
...nicht der Alstrom Point...



Nun war das aber noch nicht der eigentliche Alstrom Point, das war mir klar. Also weiter. Doch dann kam Regina ins Schwitzen: die ersten Sandsteinplatten tauchten auf – und jetzt streikte meine Fahrerin. Sie hielt mitten auf den Platten an und meinte, sie könne nicht weiter, sie hätte Angst. Also mußte "Mutti" ran. Ich kenn ja nix, ich fahr das einfach. Man muß halt langsam und vorsichtig fahren. Wir kamen gut die Anhöhe hinauf, aber wo war der Weg? Dann entdeckte Regina ein Steinmännchen und damit hatten wir wieder die Orientierung. Die letzten 2-3 Meilen zum Alstrom Point sind wirklich recht ordentlich. Da sind heftige Steinstufen drin, die es zu überwinden gilt. Aber es lohnt sich! Am eigentlichen Alstrom Point angelangt, harrten wir noch eine Stunde aus, um gute Fotos zu machen, aber die Sonne stand einfach zu hoch, wir müßten sicher noch 2-3 Stunden warten für Sunset-Bilder, aber das war uns zu joker wegen der Rückfahrt. Über die Sandsteinplatten hinweg kann man sich sehr leicht in der Richtung irren und wir kannten die Strecke ja noch nicht. Also lieber in Ruhe zurückfahren, das nächste Mal trauen wir uns dann auch zu warten.

 

 


 

 


 

 



Ich wollte ja nix sagen, aber ich habe schon gesehen, daß die Piste noch ein Stückchen weiter bis zu einem Vorsprung ging. Da hätte man sicher auf den Gunsight Butte komplett freie Sicht gehabt. Aber Regina hatte schon genug geschwitzt für heute. Ich schätze mal, ihr Blutdruck war auf 500.... :hihi: Ich komm ja irgendwann wieder mal hierher...

Unterwegs kam uns einer mit einem niedrigen Van entgegen. Absolut nicht geeignet für die Strecke! Der würde mit seinem flachen Boden nicht über die erste Sandsteinplatte kommen! Ich hab ihn angehalten und darauf hingewiesen. 4WD ist nicht unbedingt nötig, wenn man besonnen fahren kann. Aber High Clearance MUSS man haben! Der Fahrer ist noch ein Stück weitergefahren und hat sich an der ersten Platte versucht. Ich hab aber im Rückspiegel gesehen, daß er dann gedreht und geparkt hat. Wahrscheinlich sind die beiden die letzten 2 Meilen gelaufen. Besser so…

Zurück in Page wollten wir eigentlich mal einen Chinesen aufsuchen, aber das Mandarin Gourmet existiert leider nicht mehr, trotzdem die Reklame noch leuchtete… Also sind wir halt wieder "gezwungenermaßen" zu unserem Mexikaner, wie gehabt. :mrgreen:

Bei einem Bierchen im Zimmer entschieden wir uns dann, am nächsten Morgen die CCR zu nehmen…

27.04.09

Nach dem leichten Frühstück (man konnte sich sogar Waffeln backen :lol: wir sind aber beim Toast geblieben) im Hotel gings weiter. Die Dame vom BLM hatte uns ja von der Smokey Mountain Road abgeraten, also war nun die Cottonwood Canyon Road (CCR) unser Ziel. Zuerst haben wir einen Abstecher zu einem kleinen Viewpoint unterhalb von Page gemacht, von dem aus man Sicht auf den Glen Canyon Dam hat. Den Viewpoint kannten wir noch nicht… War sehr schön, ich hab sogar einen Kolibri gesehen!!!

 

 


 

 



Dann gings zur CCR. Unterwegs haben wir noch an der Sinclair in Greenehaven getankt, wo erneut eine unserer Kreditkarten (diesmal die von Regina) nicht vom Automat akzeptiert wurde. Mir ging das 2 Tage zuvor auch schon so. Also rein, die Karte drin abgegeben und dann vollgetankt. Drinnen am Lesegerät funktionierte die Karte. Das letzte Mal ist uns das nicht passiert, komisch... :gruebel:

Auch an der CCR stand ein Schild „4WD/High Clearance recommended“. Ich hatte die Straße von 2007 als recht gut in Erinnerung. Doch heute war alles anders! :shock: Tiefe Spurrillen und Schlaglöcher machten die Dirt Road zu einer echten 4WD-Piste! :schwitz: Und doch: wir trafen 2 (!) Wohnmobile unterwegs!!! Wir auch immer dir das geschafft haben… Besonders im Südteil war die Straße ausgewaschen und voller Rillen und Löcher, aber auch der Rest war nur stellenweise gut befahrbar. Im Moment ist die CCR absolut NICHT für PKW geeignet! Minimum High Clearance ist nötig.

 

 


 

 
Die Büsche blühten ganz toll!


 

 


 

 
Ich hab noch nie soviel Indian Paintbrush blühen sehen!


 

 
Oder auch Desert Paintbrush...



An der Brigham Plains Road angekommen, wollte ich eigentlich soweit wie möglich hinauf um einen Blick auf die Cockscomb zu erhaschen, aber die Strecke war nicht ohne und Regina bekam Angst. Also drehte ich lieber. Den Rest die steile Straße raufzukraxeln hatte ich keinen Bock. Etwas weiter unten konnten wir einen guten Blick auf den Yellow Rock erhaschen. Nur den Trail konnten wir nicht entdecken, aber das war ja jetzt eh wurscht. Aber eines Tages bist du fällig, das schwör ich dir, du großer gelber Pfannkuchen! :motz: :puffer: :mrgreen:

 

 


 

 
Erst positionieren...


 

 
...dann fotografieren!


 

 
Von der schönsten Stelle der CCR mußte ich mal ein größeres Bild reinstellen...


 

 
Fragt mich bitte nicht...


 

 
...was ich da getrieben habe. *peinlich*

:a-lach: :a-lach: :a-lach:
 

 
Mal eine andere Perspektive vom Grosvenor Arch... (die Sonnenflecken sind gewollt)



Wir fuhren mit etlichen Fotostopps bis zum Grosvenor Arch. Unterwegs hatte ich die Trailheadschilder der Cottonwood Narrows gesehen und liebäugelte damit, wußte aber nicht, wie ich das Regina „schmackhaft“ machen sollte. Am Grosvenor Arch trafen wir dann auf einen netten Amerikaner mit Hund(en), mit dem wir etwas plauderten. Er wunderte sich, daß sich deutsche Touristen hierher verirrt hätten, hier wären so selten Leute. :?: (dann sollte er wohl mal im Sommer hierher kommen...) Dann erzählte er auch, daß er mit seiner Frau in den Cottonwood Narrows war und daß die sehr schön wären. Am besten solle man von Süden reingehen. Okay, nun war mein Interesse vollends geweckt und das von Regina auch und da es ohnehin schon Nachmittag und für Kodachrome recht spät war, fuhren wir zurück bis zum Trailhead der Cottonwood Narrows South. Ich frag mich heute noch, ob der uns ärgern wollte mit seinem Rat, unbedingt von Süden da rein zu gehen!?! Schon nach wenigen Metern mußten wir eine riesige :!: Hürde überwinden. Reginchen, die kleine Gemse, war in 2 Minuten (naja vielleicht auch 5) über die Steinbrocken gekraxelt, bei mir hat das etwas länger gedauert...

 

 
Unüberwindbare Mauer???


 

 
Nein, aber anstrengende Kletterei und Wegsuche...


 

 
Da hat die Mutti aber gedampft!



Nach einigen Schnaufereien stand auch ich unten im weiterführenden Wash. Nun folgte eine 3/4 Stunde „Sonnenbad“ mit nicht sooo prickelnder Landschaft. Ich war eigentlich enttäuscht, aber es stellte sich heraus, daß der Ami nicht umsonst den Südeingang empfohlen hatte. Je weiter wir kamen, desto enger rückten die Wände zusammen und plötzlich standen wir vor einer Verengung. Slot würde ich es nicht nennen, dafür war es nicht eng genug, aber die Wände war schön gewunden und hatte schöne Muster. 3 solcher Narrows durchliefen und durchstiegen wir (es waren ab und an größere Steine im Weg) und am Ende erreichten wir den Nordeingang am roten Canyon der CCR. Die zweite Hälfte war toll und wenn ich mir die Fotos anschaue, kann ich im Nachhinein sagen, die Wanderung ist empfehlenswert. Über die CCR sind wir zum Auto zurückgelaufen und waren damit insgesamt rund 2,5 Stunden unterwegs.

Hier die Wanderung in Bildern:

 

 


 

 


 

 
...und wieder war überall in allen Ecken und auf allen Kanten der Paintbrush zu sehen!


 

 
...und Regina suchte mal wieder ihren "Shadow on the wall"


 

 


 

 


 

 


 

 
Guck mal da, ein Steinmännchen! Nur Regina hats nicht gesehen....


 

 


 

 


 

 


 

 



Übernachtet haben wir wie auch schon 2007 in der Bryce View Lodge. Unser "Futternapf" war heute abend ein Diner vorne am Highway 12 (Ecke Abzweigung Bryce Canyon Straße). Auf dem Gelände ist auch ein Motel, den Namen des Diner in Blockhausart hab ich mir nicht gemerkt. Aber das Essen war gut. Typisch amerikanisch eben. Burger und Co. Die bieten auf Breakfast an.... :essen01:

Auf der Rückfahrt zum Hotel gab es noch einen Lacher: Regina fuhr ganz gemütlich über das Gelände auf die Straße zu – und stand plötzlich abrupt (incl Vollbremsung) vor einer Straßenbegrenzung! :a-lach: Wir hatten beide in der Dunkelheit nicht bemerkt, daß sie gar nicht auf der richtigen Gelände-Ausfahrtsstraße sondern auf einer seitwärts gelegenen Schotterpiste fuhr! Tja, Dirt Roads stecken uns schon im Blut….hihihi…

Am nächsten Tag wollten wir mal kurz in den Bryce Canyon schnuppern und dann gleich zum Kodachrome Basin fahren....

28.04.09

 

 



Wir waren beide ziemlich genau um 6h wach. Nachdem ich die Gardine angehoben und bemerkt hatte, daß es zwar schon hell, aber die Sonne noch nicht aufgegangen war, fuhren wir kurzentschlossen (ungeduscht und ungefrühstückt und innerhalb von 2 Minuten in die Klamotten geworfen :mrgreen: ) zum Sunrise Point, um den Sonnenaufgang anzuschauen. Wir kamen gerade noch rechtzeitig an, nachdem wir uns erstmal am Viewpoint „verfahren“ hatten. Peinlich… wie oft war ich schon hier??? :oops:
Es war saukalt, aber das frieren hat sich gelohnt! Zwar ist der Sunrise am Bryce Point deutlich imposanter (genau wie damals der Ranger uns gesagt hatte), aber auch von hier konnten wir schöne Fotos machen (sofern es die frostkalten Finger zuließen...). Hier ein paar "Endprodukte":

 

 
*brrrrr*


 

 


 

 


 

 


 

 
In der Hose kann man die klammen Finger am besten wärmen (besonders wenn man meine Speckfalten hat, an denen es Regina eindeutig mangelt) hihihi...


 

 
Mule Deer (die sieht man oft im BC)



Danach gings unter die Dusche zum Aufwärmen und nach dem Packen und Auschecken fuhren wir in das amerikanische Diner an der Zufahrtstraße zum Park. Typisch amerikanisch haben wir dann gefrühstückt und so nebenbei die Bedienung um musikalischen Rat gefragt. :hihi: Uns war nämlich ein uns unbekannter Song aufgefallen, der häufig im Radio gespielt wurde und der zufällig auch an diesem Morgen im Diner aufgelegt war. Die Dame war eifrig und rannte (!) an den CD-Player. Als sie zurückkam, schrieb sie mir den Namen der Gruppe und den Titel des Liedes auf ein Stück meiner Serviette. :super (Mittlerweile hab ich die Webseite der Gruppe ergoogelt. Ist ein netter Country-Pop-Song...).
Gut gestärkt fuhren wir zum Visitor Center, um die Restrooms zu „kontrollieren“ und ein paar Postkarten zu kaufen. Dann gings weiter zu den Viewpoints südlich der Natural Bridge (Agua Canyon, Ponderosa Point, Black Birch Canyon und Rainbow Point). Die hatten wir schon lange nicht mehr gesehen. Wir waren übrigens „very lucky“, denn wir haben mehrere Pronghorn Antilopen gesehen, laut dem Ranger die schnellsten Antilopen Nordamerikas. :grindance: Beweisfoddo:

 

 
Wie geil - die schnellsten Antilopen Nordamerikas...


 

 
...hier mal ganz gemütlich.



Und hier noch 2 Fotos von anderen Viewpoints im BC: Agua Canyon und Black Birch Canyon. Ich hab zwar auch noch andere Bilder, aber ich will mal nicht übertreiben... :roll:

 

 


 

 



Stellenweise lag noch richtig viel Schnee im Park. :super Macht sich schon gut auf den Fotos. Irgendwann schau ich mir den BC auch mal im Winter an. Allerdings müssen die mir Schneeschuhe mit 3 Meter Durchmesser geben, damit ich nicht absaufe.... :a-lach:

Nachdem wir den Bryce Canyon NP verlassen hatten und Richtung Escalante weiterfuhren, machten wir kurzentschlossen Halt am Mossy Cave Trailhead. Da das nur ein kurzer Hike ist, schoben wir das schnell noch ein (zu Lasten des Kodachrome Basin, aber wir sind halt einfach beide "Extreme-BC-Lover"... :nix-weiss: sonne ) Jedenfalls ist das ein super lohnender Abstecher außerhalb des Parks! Mit nur 0,8 Meilen insgesamt und kleinen Steigungen ist der Trail leicht zu meistern und führt entlang fantastischer Kulisse. Das Wasserfall ist sehenswert und in der kleinen Cave war sogar noch Eis! Aber die Cave haut einen nun nicht vom Hocker und Wasserfälle gibt es natürlich schönere - hier muß man deutlich sagen: der WEG ist das Ziel, denn die Kulisse ist traumhaft schön! Ich weiß gar nicht, warum ich diesen Trail noch nie gegangen bin in all den Jahren... :oops:

 

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Danach fuhren wir weiter in den Kodachrome Basin SP. Bei unserem letzten Besuch 2004 gab es noch kein Kassenhäuschen am Eingang, da mußte man die 6 Dollar noch in einen Umschlag stecken und in einer Box platzieren (wie in manch anderen kleinen Parks). Anscheinend hat die Beliebtheit des Parks sehr zugenommen, denn es war einiges ausgebaut im Gegensatz zu 2004. Zuerst fuhren wir komplett durch bis zum Eagles View Trailhead. Dort stand allerdings ein Schild, daß er zur Zeit nicht passierbar sei. Naja, ich war nicht bös drum. Wie man bei dem Namen schon vermuten kann (Adler-Sicht!), geht der Trail sehr steil den Berg rauf... :roll: :mrgreen: Wir entschlossen uns für den Grand Parade Trail (1,7 miles). Für den eigentlich von mir vorgesehenen Panorama Trail waren wir eh zu spät dran, wir wollte ja noch bis Escalante fahren und dort noch ein Zimmer bekommen. Jedenfalls war der Trail toll. Man darf das zwar jetzt nicht mit der Kulisse des Bryce Canyon vergleichen, aber die rotbraune Erde, die Sicht auf Pinnacles und Chimneys, die Bäume, der blaue Himmel - das war alles sehr schön anzusehen. Außerdem haben wir unterwegs noch ein paar lustige Bilder für Burkhard (einen Bekannten von uns) gemacht. Aber die gibts hier net zu sehen, die sind privater Natur... :D

Und hier jetzt ein paar pics aus dem Kodachrome Basin:

 

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Der Pümpel war so knuffig, den mußte ich "umarmen"



Für den Grand Parade Trail brauchten wir bestimmt 1,5 Stunden, ich habs leider nicht notiert. Wir kamen jedenfalls erst nach 18h in Escalante an und fuhren gleich den Prospectors Inn an. Vor uns war ein älterer Herr, der auch gerade ein Zimmer bekommen hatte. Dann mußte ja was frei sein... War es auch, aber entgegen unseres Vorhabens nur für eine Nacht. Ich wollte eigentlich 2 Nächte bleiben, aber egal. Letztlich wars dann ja auch gut so, weil meine Planung von meinem Reginchen ja eh mal wieder über den Haufen geworfen wurde.... :roll: :mrgreen:

Wir entschieden uns für ein Abendessen im angrenzenden "Café" des Prospectors Inn, das jemand mal (ich weiß nicht ob es hier im Forum war oder woanders) als eine "Kantine" bezeichnet hatte. Nun, eigentlich gefiel es mir da ganz gut. Klar, das ist kein "Restaurant" sondern ein amerikanisches Diner. Entsprechend sind die Möbel. Aber für mich spiegelt genau DAS das amerikanische Flair wieder, das urtümliche, das wo die "einfachen Leute" sind. Das Essen war lecker, die Bedienung recht gut und die Blockhausatmosphäre trug den Rest dazu bei. Wir haben auch am nächsten Morgen da behaglich gefrühstückt...

 

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Für den nächsten Tag hatte ich den Broken Bow Arch im Auge....

29.04.09

Frühstück im angrenzenden Cafe des Motels. Endlich krieg ich meine lecker Bisquits and Gravy! Hmmm, schmackofatz! :super Wahrscheinlich rümpfen jetzt einige die Nase - aber das sind dann auch die, die keinen Porridge in Schottland essen... :lol: Hmmmm...

Wir haben am Morgen nochmal kurz darüber gesprochen, ob wir Broken Bow Arch oder Lower Calf Creek Falls machen. Entschieden haben wir uns für letzteres, wir hatten einfach keinen Bock auf 84 Meilen Gravelroad. :roll:

 

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Nach dem Frühstück gings los. Am Campingplatz zahlten wir die 2 Dollar Fee, packten unsere Sachen und marschierten drauf los. Anfangs geht es erstmal ein paar Minuten über geteerte Straße bis zum eigentlichen Trailhead.

 

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Regina trägt uns im Trailregister ein...



Der Weg ist durch den (überwiegend vorhandenen tiefen) Sand etwas anstrengend und die meiste Zeit hat man Sonne. Es gibt nur wenige Bäume und Sträucher, die groß genug für etwas Schatten sind, die kommen erst später gegen Ende des Trails. Für den Hinweg brauchten wir gut 2 Stunden, bedingt durch meinen Schnarchgang und die Knipserei der schönen Landschaft. Man merkt schon, daß die Fälle näher rücken, wenn die Landschaft plötzlich grüner wird. Gegen 12h waren wir an den Fällen. Plötzlich hört man ein fernes Rauschen und dann taucht er hinter Bäumen auf: der Lower Calf Creek Fall. Toll! Eine knappe Stunde sind wir hier rumgelaufen, haben Fotos gemacht, etwas ausgeruht. Ca. 12.50h machten wir uns auf den Rückweg. Diesmal ging es stracks durch. Ich mußte nur an einigen Anstiegen verschnaufen, der tiefe Sand nervte mich. Für Dicke ist Sand ein mittleres "Drama"... Um ca. 14.30h waren wir wieder am Auto. Uff! Wir waren zunächst ziemlich ko. Wahrscheinlich wäre der Broken Bow Arch einfacher gewesen... :mrgreen: Aber es war ein toller Ausflug, keine Frage! Die Farben der Wände am Wasserfall sind einfach super, ich habe noch nie so einen schönen Wasserfall gesehen! (...und ich kenne eine Menge...) Aber hier nun die "Beweisfoddos":

 

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Ich wußte gar nicht, daß auch Wanderwege "adoptiert" werden können... :-)


 

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Noch nie sind wir an einem Trail so oft auf den wieder mitzunehmenden Müll aufmerksam gemacht worden! Mindestens 3 Schilder habe ich gelesen...


 

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Blümchen am Wegesrand gab es jede Menge


 

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...und einer der vielen kleinen Wegbegleiter...


 

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Was hat se denn DA fotografiert? Der Stein kann's doch net sein? Na? Wer findet das "Besondere" an diesem "Suchbild"??? Ich sag nur "Shadow on the wall..." *lach*


:gruebel: :grindance: :a-wink:

 

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Jetzt wirds grüner...


 

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"Forelle blau"


 

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Das war der erste Blick auf den Wasserfall unter den Bäumen hindurch - und was sieht man? FOTOGRAFEN, soweit das Auge reicht... (nicht nur Amateurfotografen, sondern es waren mindestens 3 professionelle mit Mittelformatkameras vor Ort)


 

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Tja, ich konnte mich einfach nicht für nur EIN Bild entscheiden..... :-)))


 

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...und das hier gibts jetzt noch in "extra-groß"...



Genug der Wasserspiele.... :mrgreen:

Unterwegs zurück nach Escalante trifft man auf das „Kiva Coffeehouse“. Da haben wir uns lecker Kaffee bzw frischen Ice Tee und etwas Kuchen zur Stärkung gegönnt und einfach ausgeruht. Beim Sitzen merkt man dann aber doch, wie man nach so ner Wanderung abbaut... :roll:
Um 16h machten wir uns auf zum BLM Visitor Center in Escalante und holten uns noch ein Infoblatt zum Petrified Forest State Park. Diesen wollte wir am nächsten Morgen besuchen. Um 17h fuhren wir Richtung Devils Garden. Ich wollte die kleinen Teufelchen nochmal im Sunset sehen. Leider habe ich mich total in der Zeit vertan. :oops: Ich dachte, die Sonne geht so um 18.30h unter, so daß man etwa um 17.30/18.00 gutes Licht hat (nein, man hatte ja auch keiiine Zeit die Tage voher mal auf den Sonnenuntergang zu achten :roll: *peinlich*). Pfeifendeckel! Wir haben fast bis 19.30h warten müssen! So ein Mist… Aber die Bilder danach sind schon gut geworden, immerhin...
:super

 

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Erst gegen 20.30h waren wir wieder in Escalante und huschten schnell noch beim Outfitters rein, denn wir hatten Hunger wie die Wölfe und die hatten nur bis 21h auf! Noch rechtzeitig bestellten wir uns leckere Calzones und schoben sie uns ein. Ich hatte Chicken Pesto – leeeeecker!!! :super :super :super Das würde ich auch mal als normalgroße Pizza verdrücken, die Calzones sind bei dem Amis dann doch recht klein. Wurde zwar mit Salat serviert und es reicht eigentlich auch, aber wenn man diese süße kleine Calzone auf dem Teller sieht und an die Calzone hier in Deutschland denkt.... hmmm.... :gruebel: :mrgreen: Aber wie gesagt, wer lecker Pizza essen mag, ist im Escalante Outfitters gut versorgt. Übrigens nicht über die hohen Pizzapreise drüben stolpern, das ist in den USA normal, da die ja auch meist sehr nahrhaft sind mit dickem Teig und so... Der Escalante Outfitters liegt nur wenige Schritte vom Prospectors Inn entfernt an der Hauptstraße des Ortes, für die "Hungrigen" hier. :hihi:

30.04.09

Frühstück wieder im angrenzenden Cafe. Natürlich gönn ich mir nochmal leckere Bisquits, wer weiß ob ich die nochmal krieg in diesem Urlaub... Regina hingegen haut richtig rein und bestellt ein "Three Egg Omelette". Der Waaahnsinn! Natürlich schafft sie grad mal die Hälfte, das Zeug stopft halt doch... :lol:

 

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Schon um 8.30h waren wir unterwegs, erstmal zum tanken. Diesmal ging die Karte an der Zapfsäule, allerdings war der Pumpendruck saumäßig gering, es dauerte Ewigkeiten bis der Tank voll war. :?
Dann fuhren wir zum Escalante Petrified Forest SP. Im Visitor Center bezahlte ich die 6 Dollar und wir wappneten uns für den 1,75 Meilen langen Rundweg. Hui, war der anstrengend! :shock: Damit hatte ich nicht gerechnet! Es ging gleich zu Anfang richtig steil den Berg rauf! Uff, das war ja schlimmer als der Lower Calf Creek Trail. :schwitz: Aber es hat sich gelohnt! Der Main Trail ist nur eine Meile lang und man findet nicht wirklich viel Petrified Wood, aber zusammen mit dem 0,75 Meilen langen Sleeping Rainbow Trail verbindet er sich zu einem tollen Rundweg. Die schönsten und vor allem meisten Petrified Woods liegen auf dem Rainbow Trail, eigentlich kommt man gar nicht drum rum, den kombinierten Trail zu gehen. Wir fanden sagenhaft schöne Stücke, die Farben waren mal wieder gigantisch! Ich kenne auch den Petrified Forest National Park in Arizona, aber dieser kleine Park hat mir in puncto Petrified Wood besser gefallen! Oben vom Berg hat man teilweise schöne Aussichten auf das nebenan gelegene Wide Hollow Reservoir, einen See. Für den Trail benötigten wir etwa 1,5 Stunden (wir waren von ca. 9.15h bis ca. 10.50h unterwegs).

 

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Erstes Petrified Wood...


 

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...mit herrlichen Farben


 

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Kleiner Trick: etwas Wasser drauf verstreichen...


 

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...das bringt die Farben besser zur Geltung.


 

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Nettes Sofa... ;-)))


 

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Ein fantastischer Blick vom Berg aus über das Wide Hollow Reservoir



Mein Fazit zu diesem State Park, den ich mit Sicherheit hier noch näher vorstellen werde unter Sehenswürdigkeiten: ein sehr sehenswerter kleiner Park! Unser Hauptaugenmerk lag natürlich auf dem versteinerten Holz, aber man kann wohl auch eine Menge anderer Sachen hier machen, u.a. verbunden mit dem direkt angrenzenden Wide Hollow Reservoir stehen Vogelerkundungstouren auf dem Programm. Übrigens gibt es auch schöne Campingplätze hier! Das wäre sicher für unsere Camper interessant.

Auf der Weiterfahrt haben wir noch am Escalante Rock Shop gehalten und ich habe mir ein kleines Stück poliertes Petrified Wood gekauft (15 Dollar). Mit dem Besitzer, der natürlich (wie fast alle Amerikaner) einen "entfernten Verwandten" in Deutschland hatte (oder schon mal dort stationiert war oder mal nen deutschen Schäferhund hatte und und und.... :a-lach: ), haben wir noch ein nettes Schwätzchen gehalten und er hat die Deutschen gelobt, wie sehr die sich doch für Geologie interessieren würden (klar, die kaufen alle bei ihm Petrified Wood genau wie ich! :mrgreen: ) und außerdem hatte er eine Kolibritränke, an der wir einen fleißigem Sumser beobachteten. Nur zum knipsen war der einfach zu flink...

Danach gings durch bis zur Skutumpah Road, die wir natürlich erstmal verfehlt haben. Irrtümlich habe ich Regina in die Sheep Creek Road (510) gelotst statt die Skutumpah (500). :oops: Aber ich habs schon nach wenigen Minuten gemerkt, daß die Richtung nicht stimmte. :super
Auf der richten Piste 500 (nur wenige Meilen weiter südlich) kamen wir dann nach 6,1 Meilen an den kleinen Parkplatz des Trailheads. Zwischenzeitlich hatten wir die Sitzplätze getauscht, Regina mochte die rauhe Straße nicht selber fahren. Die Skutumpah und auch die Sheep Creek Road vorher waren beide mit ordentlich Washboard, Steinstufen und tiefen Reifenspuren gespickt. Eigentlich nicht wirklich für PKW zu empfehlen, trotzdem haben wir einen unterwegs getroffen. Viel Spaß…
Übrigens hat sich schon am Vortag bei der Fahrt zum Devils Garden auf der Washboard-Piste der HitRR herausgestellt, daß unser Goldi Washboard gar nicht mag. Da ist er ziemlich geschwommen… titanic Ich würde mal auf den fehlenden Allradantrieb tippen... :mrgreen:

 

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Der Pfeil auf dem Schild deutet nur zum Parkplatz nach rechts, der Wanderweg beginnt aber auf der LINKEN Seite der Straße!


 

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Zurück zum Trailhead: Der kurze Hike zum Willis Creek ist sehr einfach. Auf der anderen Straßenseite sieht man einen Pfad, dem man bis hinunter zum Creek folgt. Hier wendet man sich LINKS und folgt dem Creek, den man mehrfach überqueren muß. Je nach Jahreszeit ist mehr oder weniger Wasser drin, bei uns war es so, daß wir kaum ohne nasse Füße durchkamen. Mich hats gefreut, ich hatte meine offenen Schuhe an und bin munter durch den Creek gewatschelt. :grindance: Das Wasser war gar nicht kalt, im Gegenteil, richtig angenehm. Das hat Spaß gemacht. Überhaupt war der ganze Weg superschön. Wir folgten dem Creek nach Osten (links) bis die Wände höher wurden und enger zusammenrückten. Wow! Echt toll! Es sind nur wenige Minuten bis zu den Narrows, durch die der Creek mitten hindurch fließt. Wunderschön!
Übrigens kann man am Creek auch erstmal kurz nach rechts laufen, auch dort gehen die allerdings sehr niedrigen Wände fotogen zusammen, aber das ist nur ein kurzes Stück.
Insgesamt waren wir nur 1h15 im Creek unterwegs incl. unzähliger Fotostopps. Wir sind nur bis zum Ende der Narrows gegangen, mehr wollten wir ja auch nicht sehen. Super Sache, sehr fotogen, etwas hopplige aber kurze Anfahrt, leichter Hike, auf dem Rückweg nur ein leichter Anstieg zum Parkplatz hinauf. Sollte jeder mal gemacht haben! Ich geb dem kurzweiligen Ausflug 10 Sterne! :a-sternchen: :super :super :super

 

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Praktisch: bei offenen Schuhen läuft das Wasser vorne rein und hinten wieder raus! *lach*


 

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Wer "Angst" vorm Wasser hat, hüpft wie ein Storch von Stein zu Stein, hihihi...


 

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Ein- und Ausgang der Narrows


 

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Verrenkung fürs Foto...


 

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...und das "zweifelhafte" Ergebnis.



Übernachtet haben wir in Panguitch im Motel Canyon Lodge für schlappe 54 Ocken. Naja, das Zimmer ist auch einfach, aber okay. Nur das auf einem Schild "angepriesene" Continental Breakfast erweist sich als Kaffeemaschine auf dem Zimmer mit 2 in Folie eingeschweißten "Danish Pastries" (süße Stückchen). Da es erst kurz nach 17h war, wurde das unser Nachmittagskaffee. Frühstücken wollten wir dann doch lieber gescheit in einem in der Nähe gelegenen Diner... :mrgreen:

Immerhin: auch hier in diesem kleinen Motel hatten wir wieder WLan für "umme", was wir erstmal kräftig ausnutzten und dann später nach einer Essensmöglichkeit suchten. Gelandet sind wir bei "Pizza & Deli", sowas wie ein Pizzaschnellimbiss, war aber okay. Nicht zu glauben, daß es in diesem doch recht großen Ort keinen Chinesen gibt! Und wir hätten mal soooo Lust auf chinesisch gehabt… Überhaupt gibt Panguitch außer mehreren alten Motels (kein einziges Kettenmotel ist hier vertreten!) nicht wirklich viel her, kaum zu glauben bei der Nähe zum Bryce Canyon und zum Cedar Breaks National Monument! :shock: :wink:

Apropos, wir hofften ja immer noch, daß die Straße zum Cedar Breaks frei ist. Ob wir Glück haben würden??? :a-wink:

01.05.09

Frühstück in einem netten Diner in Panguitch. Aber heute schmecken die Bisquits and Gravy nicht so dolle, die Gravy war eine einzige Pampe. :( Schade..... Und dann fand ich zu allem Übel noch ein Haar... da war's aus. :a-sternchen:
Im Supermarket um die Ecke hab ich mir dann mal wieder neues Celery Seed mitgenommen und für einen Freund ein Cajun Gewürz. Ich brauch das Celery Seed immer für meinen Succotash. :essen01:
Danach fuhren wir die 143 hinauf zum Cedar Breaks. Da kaum Schnee zu sehen war, hofften wir auf eine geöffnete Parkstraße, aber diese Hoffnung war schon bald zunichte. Unterwegs haben wir noch den Panguitch Lake gesehen, eine schöne Ausflugsgegend, absolute Bilderbuchlandschaft. Sogar Angler waren schon da, obwohl es rundum doch noch einige Schneeflecken gab, die zu unserem Leidwesen immer größer wurden, je weiter wir Richtung Cedar Breaks kamen. :?

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Panguitch Lake

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White Tailed Deer (Weißschwanzhirsche)

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Panguitch Lake gehört im Winter sicher zu den Skigebieten, denn hier standen viele schöne Chalets (das wär sicher was für dich Scotty, hm?)
Tja, und da hatten wir es dann: die Parkstraße 148 war tatsächlich noch voller Schnee und nicht befahrbar. :( So hielten wir nur an der North View außerhalb des Parks an der 143. Immerhin konnte man da eine nette Aussicht mit Schnee bewundern. Hier mußten wir ab dem Fahrbahnrand über ein Schneefeld rüber bis zum Aussichtspunkt.

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Da war ich noch guter Dinge, aber nicht mehr lang. Ich entschloß mich, trotzdem es nicht kalt war (mag man kaum glauben, aber es waren sicher 18 Grad oder mehr) meine Trekkingsandalen mit den Trekkingschuhen zu tauschen. Regina ging derweil schon vor bis zum Viewpoint. Ich stapfte ein paar Minuten später hinterher quer über das Schneefeld. Nun war aber anscheinend darunter der Schnee schon angeschmolzen und durch kalte Nächte wieder stückweise mit ensprechenden Hohlräumen vereist und die harsche Schneedecke lag nur obenauf. Wie dem auch sei, jedenfalls machte es plötzlich "schwupps" - und weg war die Bine! :shock: Naja, net ganz. :hihi: Ich war kurzerhand mit dem linken Bein bis zu den Knien eingebrochen. Okay, nach dem ersten Schreck mußte ich lachen und stemmte mich wieder aus dem Loch raus. Ich war noch keine 3 Schritte gegangen, da machte es wieder "schwupps" - diesmal war das rechte Bein weg bis zum Knie. Zum Glück war das Schneefeld nicht sehr tief! Das passierte dann noch ein drittes Mal und ich merkte schon, daß ich kaum noch Kraft hatte, mich erneut rauszustemmen zumal sich mein Schuh regelrecht an dem feuchten Eis festsaugte. Also rief ich unter Lachtränen nach Regina. Mannomann, sowas war mir ja noch nicht passiert... Ich mußte mehrere Male rufen, denn ich glaube, Regina hat gemeint, ich wolle sie veräppeln, als ich rief ich bräuchte ihre Hilfe. Das Gesicht von ihr sprach jedenfalls Bände, als sie mich im Schnee sitzen sah! :a-lach: Schade, daß Regina kein Bild gemacht hat, aber die war viel zu erschrocken, als sie merkte was los ist. Ich kam da nämlich echt nicht mehr raus. Muß zum schießen ausgesehen haben. :mrgreen: Nach einem heftigen Ruck ihrerseits war ich dann draußen - zum Glück MIT Schuh, den sah ich im Geiste nämlich schon steckenbleiben. Nun denn, immerhin bin ich dann nicht mehr eingebrochen bis zum Viewpoint, nur die Hose war nass, aber die trocknet ja wieder... :mrgreen:

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Nach einigen Fotos drehten wir um. Hm, jetzt mußte ich ja wieder irgendwie rüber zum Auto. Also besser nicht mehr die gleiche Strecke nehmen sondern etwas weiter links. Regina griff fest meinen Arm, damit ich ja nicht hinfalle - aber was hat's gebracht? Ich weiß gar nicht wie oft ich im Schnee eingebrochen bin. Sicher noch 3-4 Mal, da half auch Reginas fester Griff nicht, wie soll sie denn einen Esel halten, der im Eis einbricht? :a-lach: Mann, war ich froh als wir am Auto waren. Irgendwie war mir die Situation ein wenig auf den Magen geschlagen, trotz aller Komik. Und als ich dann die Schuhe auszog (die quatschnass waren) und mit den Sandalen tauschte, merkte ich zu allem Überfluss auch noch, daß meine linke Wade aus zwei großen Schnittwunden blutete! :shock: Oha! Ich hab das gar nicht bemerkt beim einbrechen, wahrscheinlich hatte der kalte Schnee meine Waden eingefroren, so daß ich keine Schmerzen fühlte. Immerhin. Ich mußte also zum ersten Mal in all unseren vielen USA-Urlauben meine Medizintasche zu Rate ziehen und meine beiden blutenden Schnittverletzungen verpflastern. Hochdramatisch... :roll: Zum Glück hatte ich auch sehr große Pflaster dabei... :mrgreen: Und was den Schmerz angeht - der kam dann später, als die Waden wieder warm wurden. Nur zu eurer "Beruhigung"... :a-ironie:

Nachdem ich mich verarztet hatte gings weiter über die 143 bis hinunter nach Parowan am Interstate 15, übrigens ein sehr schnuckeliger Ort! Über die I-15 fuhren wir bis Cedar City, eine richtige „Großstadt“ in der Ecke. Hier nahmen wir die 56 und fuhren schnurstracks nach Nevada. Ab der Staatsgrenze wurde der Hwy 56 dann zum Hwy 319. Zuerst fuhren wir nach Caliente, um das Motelzimmer zu buchen. Wir haben das Shady’s Motel angesteuert, weil es vielen Aussagen zufolge nur dieses Motel hier geben soll. Weit gefehlt! Wir hätten durchaus noch in zwei weiteren Motels unterkommen können! Es gibt noch ein recht kleines, typisch amerikanisches Motel, das "Midway-Motel" und ein wohl etwas neueres, aber auch nicht so großes, das "Rainbow Canyon Motel", nur wenige Meter hinter dem Shady's. Insofern gibt es hier keinen Bettenmangel, möchte man meinen, denn Caliente liegt am Arsch der Welt - im wahrsten Sinne des Wortes, wie uns sogar eine Kellnerin in einem Diner "bestätigte". :lol:
Nachdem wir das Kaff inspiziert hatten nach Essensmöglichkeiten (wenig genug und ein Chinese war wieder mal nicht dabei), fuhren wir trotz des sehr bedeckten Himmels zum Cathedral Gorge SP. Im kleinen State Parks Information Center zahlten wir die 4 Dollar Fee und dann gings rein in den Park. Man muss nicht sehr weit fahren, es gibt mehrere kleine Parkplätze und am Ende einen großen mit Restroom. Man kann aber wohl größere Trails laufen. Wir hatten aber auf einen größeren Weg keine Lust und schauten uns die Felsgebilde in der Nähe an. Dabei stellten wir fest, daß man stellenweise in die Felsen hineinlaufen konnte. Es waren schmale Einschlüsse, wie Canyons, vorhanden. Hier nannten sie das allerdings "Cathedral Caves". Jedenfalls machte das irre Spaß und mit der richtigen Kameraeinstellung (Weißabgleich Schatten) wurden auch die Fotos brauchbar trotz des dunkelgrauen Himmels.

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...nach dieser "Kathedrale" wurde der State Park benannt...

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Eingang zu einer der Caves

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Uff - ganz schön eng!

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An manchen Stellen reichte es nicht mehr, meinen Bauch einzuziehen!

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Die Rumkletterei war mal wieder ganz nach meinem Geschmack. Diesen SP möchte ich gerne nochmal bei schönem Wetter besuchen!


So sind wir vielleicht eine Stunde von Höhle zu Höhle gekrabbelt und geklettert. Das eigentlich Highlight kam aber, als wir dann zurückfahren wollten. Regina war erst wenige Meter gefahren, als ich am Rande des Berges ein Tier sitzen sag. Wir hielten an, Regina ließ schnell die Scheibe runter und ich machte 1-2 Fotos mit Tele. War zwar noch weit weg, aber sicher ist sicher, denn ranpirschen ist ja immer schwierig bei Wildtieren. Vorsichtig und leise hab ich dann das Auto verlassen und bin seitwärts in die Richtung des kleinen Kerls geschlichen, aber der hat natürlich den Braten gerochen und verzog sich Richtung Bau. Noch lugte sein Kopf oben raus, also schnell noch ein weiteres Foto - und dann war er weg. Schade.... Ich war mir nicht sicher, ob wir hier einen Kojoten gesehen hatten, dafür war er eigentlich zu klein. Hm, also am besten die Rangerin im Information Center fragen - und siehe da: wir haben ein neues Tier in unserer "Sammlung": es war ein „Gray Fox“ (Graufuchs)! Schien ein Jungtier zu sein, der vor der Höhle saß, in die er sich dann verkroch, als ich vorsichtig näher schlich. Aber immerhin haben wir 3 Fotos machen können, wenn auch nur aus der Ferne. :super Isser nich süüüüß???

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Gut daß ich meine Bilder immer auf den höchsten Pixeln einstelle, sonst ginge diese "Großausschnitt" nicht... :-)



Im Motel hab ich mich erstmal aufs Ohr gehauen, weil mir schlecht war. Von irgendwas hatte ich leichten Durchfall. Vielleicht von dem Mittagessen (Chicken Quesadilla, sehr lecker!) oder von der Gravy am Morgen? Oder lag mir immer noch mein Eiserlebnis auf dem Magen? Keine Ahnung. Abends konnte ich jedenfalls nur wenig essen, aber ein Cheesecake mußte sein. :mrgreen: Da kenn ich nix. Immerhin war es „Hansens Fine Dining“, ein richtig gutes Restaurant in diesem Wüstenkaff! Wirklich zu empfehlen, aber natürlich auch etwas gehobener im Preis. Außerdem bieten die ihr Dinner a la carte nur von Donnertstag bis Sonntag an. Das essen ist etwas italienisch angehaucht und Regina schmeckten ihre Nudeln richtig gut. Ich selbst hab nur einen kleinen Salat gegessen und eben den Cheesecake. Doch, das Lokal kann ich echt empfehlen, falls mal einer "zufällig" nach Caliente finden sollte. Ansonsten gibts da nämlich nix gescheites... :mrgreen:

Tja, nun war die Zeit fast schon wieder rum. Morgen noch die letzte große Etappe bis nach Las Vegas. Und ich war überrascht über diese Etappe durch die Wüste, das muß ich schon sagen!

02.05.09

Gefrühstückt wurde wieder in dem Diner (Knotties Pine oder so ähnlich), in dem wir gestern Lunch hatten. Dann ging es in westlicher Richtung aus Caliente raus auf der 93. Die Landschaft ist sehr schön :!: :!: :!: in dieser Gegend, man fährt durch zerklüftete Hügel (Berge kann man nicht sagen) und später folgt das Dry Lake Valley. Hier muß es mal vor vielen Millionen Jahren einen riesigen See gegeben haben, man kann sich das richtig vorstellen. Ein wahnsinns Blick in eine weite Landschaft. :super

Die nächsten beiden Bilder muß man sich nebeneinander vorstellen. Das obere ist die Fortsetzung nach rechts von dem unteren. Ein Wahnsinnspanorama... Da hat sogar mein Panoramaprogramm "gestreikt" :hihi: (Nee, aber das kann man nicht zeigen hier, so groß wäre das. Und im Kleinformat sieht man nix, also besser auf 2 Bilder aufgeteilt...)
 

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...also ich mag die amerikanischen Trucks... :-)



Die Fahrt zieht sich endlos über die gerade Straße quer durch diese Ebene, man hat echt das Gefühl, diese Straße wird niemals mehr nicht in diesem Leben irgendwo ankommen. :a-sternchen: Bei Ash Springs und Alamo gibt es saftig grüne Wiesen und viele Rinderherden und sogar Seenlandschaften mit Natural Wildlife Refuge :!: was man gar nicht in der „Wüste“ Nevadas vermutet. Im Gegensatz zu dem Wüstenkaff Caliente muß man diese Orte eher Wüstenoasen nennen! Dummerweise habe ich ausgerechnet hier keine Fotos gemacht. Ich war ja der Fahrer heute und wollte halt möglichst durch fahren bis LV... :?
Erst viel weiter südlich, wir sind auf die 168 Richtung Moapa abgebogen, wird die Landschaft wieder öder. Ohne Unterbrechung fuhren wir am Lake Mead entlang durch bis Boulder, wo wir das China-Buffet besuchten (wo wir 2007 so lecker gefuttert hatten), aber diesmal war es eher „normal“ und nichts besonderes, wohl weil wir erst weit nach 13h eintrafen... :gruebel:
Unterwegs am Lake Mead entlang war ein Radrennen, obwohl die Straße weiterhin für den Verkehr geöffnet war. :gruebel: Arme Radfahrer, sag ich da nur... Alle paar Meter hatten wir einen Racer vor uns. Es gab sogar Tandems! :shock:
Den Rest des Tages verbrachten wir damit, in Vegas noch das Spielzeug für Kat in diversen Shopping Malls zu suchen, wieder ergebnislos. Auch mit Pandora-Schmuck klappte es nicht. Es gab nur „nachgemachte“. :wand: Also gaben wir auf... was blieb uns übrig... :?
Unser Zimmer liegt diesmal im 21. Stock (am ersten Tag 23. Stock Zimmer 69, Tower 3, jetzt gleicher Tower und Zimmer 55), mit gleicher Sicht wie am ersten Tag Richtung Berge und Fremont Street.
Abends waren wir indisch essen im Ghandi’s (Paradise Ecke Flamingo), sehr lecker aber auch „normale“ deutsche Preise, und später lunsten wir kurz in die Fremont Street. Aber es war schon nach 23h. „Filmchen“ gabs keine mehr, nur "Werbung". Reicht aber um hier mal zu zeigen, worum es beim Fremont Street Experience geht. Eine "noble" Ecke ist die Fremont Street leider nicht. Man sollte schon sehr auf seine Tasche achten. Regina fühlt sich hier immer besonders unwohl, weil hier sehr viele "Besoffene" rumfallen. Am besten nimmt man das Parkhaus, das direkt auf der Fremont Street mündet. So braucht man nicht durch die "düsteren" Gassen um den Touristenpunkt herum zu laufen...
Erst nach Mitternacht landeten wir in den Betten...

 

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Ob Downtown Las Vegas wirklich so "fabulous" ist, lassen wir mal dahingestellt...


 

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Die derzeit größte Baustelle in Las Vegas...


 

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...das City Center Hotel zwischen Bellagio und Monte Carlo.

03.05.09

Am Sonntag wollte (sollte) Regina etwas "dienstliches" in Las Vegas erledigen. Ihr Chef hatte sie darum gebeten. Da ich dieses Hotel noch nicht kannte, begleitete ich sie natürlich. Aber zuerst gings mal rüber zum Dennys und wir verleibten uns ein leckeres amerikanisches Frühstück ein, denn das war ja das letzte was wir genießen konnten. Morgen mußte wir schon extrem früh an den Flughafen.

Danach machten wir uns an die "Arbeit". Reginas Chef ist Mitinhaber des Rüsselsheimer "Autowerk". Vielleicht hat der ein oder andere schon mal davon gehört. Jedenfalls werden dort Oldtimer ausgestellt und in Las Vegas gibt es ein Hotel, das ebenfalls Oldtimer und seltene Fahrzeuge ausstellt: das Imperial Palace direkt am Strip. Da war ich noch nie drin. Regina hatte für die Autoausstellung Freikarten für uns beide erhalten und dann schauten wir uns die Ausstellungsstücke an. Regina erledigte schnell ihren "dienstlichen" Teil und dann machten wir für Reginas Chef natürlich jede Menge "Erinnerungsfotos". :super Auch für nicht Autofreaks ist das eine schöne Ausstellung mit seltenen oder sehr alten oder auch kuriosen Fahrzeugen. Hier mal eine kleine Auswahl:

 

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Nach getaner "Arbeit" mußte ein Kaffee sein. Regina hatte unterwegs gesehen, daß am Mirage ein Hinweisschild zu einem Starbucks stand und da wir in diesem Hotel schon ewig nicht mehr waren, machten wir uns auf den Weg. Sehr sehenswert ist das riesige Aquarium in der Empfangshalle. Auch eine große offene Bar gibt es dort inmitten eines "Dschungels". Den "Secret Garden" von Siegfried und Roy gibt es immer noch, aber den besuchten wir nun nicht. Ein Kaffee mußte her! -coffee- Im Starbucks angelangt wurden wir dann noch "Zeuge" eines hochdramatischen Telefonates am Nebentisch. :shock: Oh Gott Agathe, was war die Dame "geladen"! Die hat das ganze Hotel zusammengeschrieen. :wirr: Der Typ (oder die Tussie?) am anderen Ende der Leitung legte wohl ein paar Mal auf, weil die Dame ständig wieder neu wählte und erneut in den Hörer schrie. Es schien wohl um irgendwelche Schlüssel zu gehen, soweit wir bei dem Gekeife verstanden haben. Wir hatten natürlich (wie alle anderen im Starbucks auch) riiiiesige Blumenkohlohren.... :mrgreen: :roll:

Nun denn, jetzt wollten wir uns mal eins der neuen Hotels anschauen. Wir hatten uns (oder besser ich hatte und Regina ist einfach mitgegangen :mrgreen: ) für das Wynn und Encore entschieden. Die beiden hängen direkt aneinander, man kann durch einen Verbindungsgang von dem einen zu dem anderen rüberlaufen. Ist schon sehr imposant, überall dicke rote/erdfarbene Teppiche und/oder Marmor vom Feinsten, an den Wänden edelste Stoffe anstelle von Tapeten, goldene Elemente überall... naja, wem's gefällt. :nix-weiss:

 

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Die warmen Farben sollten wohl den "Luxus" darstellen, aber das konnte nicht davon ablenken, daß die vielen teuren Edelboutiquen gähnend leer waren und die Verkäufer (mindestens 2 in jedem Geschäft!) anscheinend den ganzen Tag Däumchen drehen. Leicht verdientes Geld für sie, möchte man meinen. Dafür kassieren sie dann aber auch so gut wie kein Trinkgeld, wenn keine Käufer da sind. Wahrscheinlich kommen da nur einmal die Woche ein paar reiche Scheichs rein zum shoppen... Armes Vegas... Vielleicht sollten diverse Großkopfeten und größenwahnsinnige Bauherren mal ihr Konzept überdenken. :gruebel:

 

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Auch eine Baustelle: das zukünftige Hotel Fontainebleau, Markenzeichen: blaues Glas. Es ist jetzt schon höher als das Encore!



Kurz vor der Dämmerung nutzten wir unseren kostenlosen Eintritt in den Tower. Der war im Zimmerpreis inklusive. Nicht schlecht, immerhin kostet der Tower mittlerweile pro Person 13 Dollar! Das hat sich in den letzten 10 Jahren mehr als verdoppelt...

 

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Ganz bewußt mal KEIN richtiges Nachtbild, die hab ich schon 2007 gezeigt. Dies ist in der Dämmerung aufgenommen. Das Fontainebleau vorne links verdeckt bereits die dahinterliegenden Hotels... :-(


 

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...und jetzt geht die Sonne unter... (einer der Thrill-Rides auf dem Tower)



Zum Abschluß gönnten wir uns entgegen unseres ursprünglichen Vorhabens doch noch das Buffet im Stratosphere Tower (Courtyard Buffet). Nachdem der Inder gestern so teuer war (zusammen haben wir 50 Dollar gezahlt), erschienen uns die 16,99 pro Person abzüglich 10% Vergünstigung als Hotelgast als ein richtiges Schnäppchen", auch wenn wir uns nicht die Wampe vollgehauen haben. Ich muß sagen, ich kann weiterhin das Courtyard Buffet jedem empfehlen. Alles was wir probiert haben, war richtig lecker, ohne Ausnahme! :super

Dann ging es ans Packen. Es war 21h, wir mußten zeitig ins Bett, denn der Wecker würde uns um 2.30h wieder rauswerfen. :? Das war ja das einzige was mir wirklich nicht gefallen hatte an dem Flug, daß der Rückflug schon um 7.15h war. Aber dafür hatten wir halt auch einen unschlagbar günstigen Flugpreis für knapp 405 Ocken... Naja, was macht man nicht alles...

 

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Regina sorgte beim Packen nochmal für "Aufregung". Eigentlich hatte sie schon alles in der Tasche, doch dann fehlte plötzlich der Beutel für die Reisestecker. Nirgends war der zu finden. Das Ende vom Lied sieht man ja... :a-lach: ...aber immerhin hat sie ihn gefunden! :mrgreen:

04.05.09

Wie schon erwähnt klingelte um 2.30h der Wecker, aber bis wir uns aus den Betten gehievt hatten, war es kurz vor drei. Wir wollten spätestens um 4.30h losfahren, da wir ja das Auto noch abgeben und dann mit dem Shuttle zum Flughafen fahren mußten. Da wir beide schon fast alles gepackt hatten, waren wir sehr fix und checkten bereits um 4.15h aus. Und das war gut so!!! :shock: Ich hätte im Leben nicht dran gedacht, daß wir morgens um kurz nach 4h auf dem Strip in einen STAU geraten würden! :wand: Himmelherrgott nochmal, was war denn da nur los? So viele Autos waren doch gar nicht unterwegs? :motz: Aber je näher wir der Baustelle des City Center Hotels kamen, desto mehr dämmerte nicht nur der Morgen sondern auch eine Idee in meinem Koppe: Schwertransporte! Genauso war es - die hatten die Hälfte der Straße für 2 Schwertransporte gesperrt, so daß wir auf einem Teilstück des Strip auf die Gegenfahrbahn geleitet wurden. Und siehe da: wir wurden Zeugen einer "Geburt"! Am neuen City Center Hotel wurde soeben eine neue Brücke über den Strip installiert, die das zukünftige Hotel mit den gegenüberliegenden wohl verbinden wird oder zumindest die Fußgänger sicher über die Straße bringt. Hm, der Strip ist mittlerweile wirklich ein "Brückenmeer".... :?

Nun denn, die Umleitung hatte uns etwa 20 Minuten gekostet, wir waren kurz vor 5h am Rental Car Terminal und saßen 10 Minuten später nach einem "tränenreichen" Abschied von unserem treuen "Goldi" im Shuttle zum Flughafen. War schon ganz schön viel los um die Zeit, der Airport brummte und summte an allen Ecken wie ein Bienenkorb. Schnell hatten wir eingecheckt und auch gute Plätze erwischt. Dann gabs noch ein kleines erstes Frühstück am Starbucks (mit den letzten Dollars bar bezahlt) und schon wurden wir durch die Security geschleust samt Schuhe ausziehen :a-sternchen: (*stink*). Aber dann saßen wir erstmal im Flugzeug auf unseren Plätzen... und saßen... und saßen... und... naja und so weiter. Jedenfalls verzögerte sich der Start gewaltig, ca um 30 Minuten. Und um unseren Anschlußflug in Philli zu erreichen, hatten wir nur 1h15 Zeit! :shock: So langsam rutschte meiner Regina das Herz in die Hose, während ich das ja eher gelassen nahm. Irgendwie kommen wir schon nach Deutschland und wenns erst morgen ist... :mrgreen:

Und dann hob die Maschine ab. Wenn man Glück hat, sitzt man auf der richtigen Seite am Fenster und kann noch einen letzten Blick über den sich immer wieder neu formierenden Strip genießen...

 

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Ich muß sagen, die waren echt gut von der USAir. Die haben die Passagiere sehr zügig in Philli aussteigen lassen (wir waren ja nicht die einzigen, die diesen Anschluß bekommen mußten) und so reichten uns die 45 Minuten ziemlich genau bis zum nächsten Flugsteig, der zum Glück nur 10 Minuten Fußweg entfernt war. Aber auch dort mußten wir in der Maschine wieder fast eine halbe Stunde sitzen, weil so viele andere Flugzeuge vor uns starteten. Aber das war uns jetzt wurscht. Übrigens muß ich anmerken, daß sowohl auf dem Hinflug als auch auf dem Rückflug die Transatlantikmaschinen nur zu 75% besetzt waren! :shock: Man konnte sich ausbreiten - und das kenne ich sonst eigentlich nur von Inlandsflügen. Ich war schon sehr erstaunt.... Wirtschaftkrise läßt grüßen, oder was? :gruebel:

Erstaunlicherweise sind wir trotz großer Verspätung in Philli dann gut 20 Minuten zu FRÜH in Frankfurt gelandet! Der hatte wohl "Rückenwind"... :gruebel: :mrgreen: Meine Güte, so früh bin ich ja noch nie aus den USA zurückgekommen - 6h morgens! :a-sternchen: Und natürlich gab es zur Begrüßung gleich das typisch deutsche Wetter: Regen! :a-lach:

Die Heimat hatte uns wieder - und jetzt hoffe ich auf einen baldigen nächsten USA-Trip. Im Auge habe ich Kalifornien ODER Yellowstone. Mal sehen, wo es mich hintreibt...

 

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:a-wink: :a-wink: :a-wink:

THE END