Santa Fé/NM

Santa Fé ist eine Stadt mit einem unverwechselbaren Charakter. Sie ist die Stadt der Künstler und Kunstliebhaber (und nebenbei die Hauptstadt von New Mexico). Das Ambiente der Innenstadt ist einzigartig, da die meisten Gebäude der City im Stil der Pueblos aus Adobe-Ziegeln bzw. im Adobe-Baustil (erdfarben und runde Ecken) gebaut wurden. Die Regierung hat eine Auflage erlassen, daß neuzubauende Häuser in der Innenstadt dem architektonischen Stil angeglichen werden müssen. Es gibt sehr viele Galerien (rund 200 !), die wunderschöne Kunstobjekte zu sündhaft teuren Preisen verkaufen (niemand hat gesagt, daß Kunst billig ist, oder?).

The Frank Howell Gallery 1994 (oben) und 2011 (unten)

Eine weitere Galerie, natürlich im Adobestil gebaut wie fast alle Häuser in der Innenstadt...

Die St. Francis Church

Der heilige Franz von Assisi ist der Schutzpatron der Stadt. Die Figur unten wurde erst vor wenigen Jahren der Kirche gestiftet: "St. Francis dancing on water"

Auch diese zweite Figur steht erst wenige Jahre. Sie zeigt Kateri Tekakwitha (1656-1680), die erste Indianerin, die von der römisch-katholischen Kirche durch Papst Johannes Paul II im Jahr 1980 selig gesprochen wurde. Sie war eine Mohawk und hat sich ihr kurzes Leben lang nur um Arme und Kranke gekümmert. Näheres siehe Wikipedia...

Diese alte Trading Post (angeblich die älteste in Santa Fé in einem echt windschiefen Gebäude) sollte man mal besucht haben. Ein heilloses Durcheinander und gedrängelt angeordnete Ware - ein echtes "Erlebnis"! ;-)))

2011 sah sie "restauriert" aus:

 

Der ehemalige Gouverneurspalast an der historischen Plaza...

Die Plaza am ehemaligen Gouverneurspalast "gehört" den Native Americans. Sie haben hier ihre Stände und verkaufen selbstgemachten Schmuck und Töpferware. Kauft nicht in den Galerien, kauft bei den Indianern direkt! Da ist es erstens billiger und zweitens weiß man, wo das Geld landet. Leider hat mittlerweile auch hier der (Massen-)Tourismus Einzug gehalten. Wer wirklich gute und echte Handarbeit haben will, muß schon genau hinschauen. Vom Käufer wird billiger Allerweltsschmuck "verlangt", die Leute geben nicht mehr so leicht Geld aus, also produziert der Indianer entsprechend. In den umliegenden Pueblos kann man auch einkaufen. Dort ist die Ware meist noch authentisch. Man kann es auch schlicht am Preis erkennen. Originale sind deutlich teurer als "Made in China"...

 

Ein Chili-Stand - das sieht man im Südwesten häufig!

Diverse im Pueblo-Stil erbaute Hotels findet man in der Innenstadt von Santa Fé. Soviel ich weiß, sind hier die Preise auch entsprechend teuer...

Der vollständige Name von Santa Fé lautet:  La Villa Real de la Santa Fé de San Francisco de Asís (aus dem Spanischen = "Königliche Stadt des heiligen Glaubens des heiligen Franz von Assisi). Santa Fé in der Kurzfassung heißt also auf deutsch: "heiliger Glaube".  Etwa ab dem 12. Jahrhundert gab es hier eine Indianersiedlung. Im 16. Jahrhundert kamen dann die ersten Spanier und bereits im Jahr 1610 wurde Santa Fé Sitz des Gouverneurs der Provinz "Nuevo Méjico". Damit ist Santa Fé die älteste Hauptstadt der USA! Aufgrund ihrer Geschichte hat die Stadt viele historische Gebäude wie den oben erwähnten Gouverneurspalast. Auch die älteste Kirche (San Miguel) aus dem Jahr 1628 steht hier.

Santa Fé hat "nur" rund 70.000 Einwohner, ist also wesentlich kleiner als Albuquerque (und gerade mal doppelt so groß wie meine Heimatstadt). Im übrigen liegt die Stadt auch höher als Albuquerque, nämlich auf rund 2000m! Ganz in der Nähe befindet sich die Sangre de Cristo Range, eine Bergkette mit mehreren Gipfeln um die 3000m. Santa Fé ist daher, trotz ihrer ansonsten warmen Temperaturen, tatsächlich auch ein Skigebiet!

Alles in allem eine faszinierende Stadt (und das sag ICH als Städtefeind!) mit einem ganz besonderen Flair, die man unbedingt gesehen haben sollte! Mein letzter Besuch im März 2011 hat diese Ansicht über Santa Fé weiter gefestigt. Hier will ich unbedingt wieder hin!!!

Zu guter Letzt noch ein paar Kunstobjekte, die man überall entdecken kann in der Innenstadt: