Südstaaten-Reise vom 19.12.-30.12.2002 (Reisebericht)

Unsere Reise begann am Morgen des 19.12.02 mit dem Flug nach Charlotte/North Carolina. Dort lebt und arbeitet zur Zeit unser Bruder. Meine Schwester und ich haben ihn besucht. Gemeinsam sind wir dann zu einer "kleinen" Rundreise gestartet, die uns rund 2000 Meilen (ca. 3600 km) durch die Südstaaten brachte - in 8 Tagen wohlgemerkt! Ich weiß, ziemlich viel für 8 Tage. Wir hatten auch teilweise etwas größere Strecken zu bewältigen, aber es ging. Immerhin haben wir einen Tag in Chattanooga verbracht, einen Tag in Memphis, einen in Natchez und sogar fast 2 in Atlanta und Umgebung.

Wir hatten zum Glück größtenteils recht gutes Wetter, zwar kalt aber sonnig. Nur Memphis und Vicksburg waren leider verregnet. In Lynchburg haben wir eine Distillerie-Tour bei Jack Daniel's mitgemacht, leider an einem Sonntag, da durfte kein Whisky ausgeschenkt werden. Schade! Ich hätte gerne mal probiert, nachdem ich im September 2002 bereits in Schottland einige Single Malt Whiskys probieren konnte. Die Tour bei Jack Daniel's ist sogar kostenlos! Der einzige freie Eintritt während unserer Reise.

 

Hier nun ein kurzer Reisebericht

Am Abend des 19.12. haben wir eine Stippvisite nach McAdenville gemacht. In dieser kleinen Stadt ist alles übermäßig weihnachtlich geschmückt. Allerdings darf man aufgrund des hohen Besucherandranges nicht aus dem Auto aussteigen - ein weihnachtliches Drive Through sozusagen!

Am Freitag, 20.12., sind wir dann durch die Great Smoky Mountains bis nach Knoxville gefahren und haben ein bißchen geshoppt. Hier war dann die erste Übernachtung. Samstag ging's weiter nach Chattanooga. Wir besichtigten den Chattanooga Choo Choo sowie das Tennessee Aquarium (13 Dollar pro Erwachsener). Abends wollte wir noch einen Abstecher in den Rock City Garden of Lights machen, der auf dem Lookout Mountain liegt. Die Schlange der Anstehenden für diese Weihnachtsattraktion war aber soooo lang, daß wir lieber was essen gegangen sind.

Am Sonntag, 22.12., wollten wir unbedingt bis Memphis kommen, eine etwas größere Strecke. Dabei haben wir den landschaftlich schönen Hwy 64 genommen, um die Tour bei Jack Daniel's mitzumachen. Abends haben wir unser Zimmer im "Elvis Presley's Heartbreak Hotel" bezogen, gegenüber von Graceland. Auch Graceland und das gegenüberliegende Museum und der Ticketshop waren mit vielen weihnachtlichen Lichtern geschmückt. Abends sah das ja nett aus, aber tagsüber diese riesigen eisernen Gestelle - naja, Geschmackssache!

Montags vormittags (23.12.) haben wir uns dann natürlich Graceland angeschaut. Es gibt verschiedene Touren: das Gesamtpaket für gut 25 Dollar beinhaltet sowohl Graceland als auch das Auto-Museum und die Privat-Jets von Elvis. Die Tickets gibt es auch einzeln zu kaufen. Wir haben uns für die Graceland-Tour entschieden (16,25 Dollar pro Erwachsener). Übrigens, Adac-Mitglieder erhalten vom ADAC Deutschland eine "Show-your-card-and-save" - Karte, damit haben wir bei allen Eintritten mehrere Dollar gespart und auch in den meisten Hotels/Motels! Die Graceland-Tour endet an Elvis' Grab und hat gut eine Stunde gedauert. Da es dann leider zu regnen anfing, haben wir in Memphis nur noch eine Fahrt zur Beale Street unternommen, der Bluesstraße in Memphis und sind dann südwärts gefahren, unserem nächsten Ziel Vicksburg entgegen.

Der Dienstag (24.12.) bestand eigentlich nur aus Autofahren, denn es goß in Strömen. In Vicksburg angekommen, haben wir eine Fahrt durch den National Military Park gemacht. Es hat halt immer noch geregnet, wenn auch nicht mehr so schlimm. Der Park ist dem Nationalpark Service angegliedert, wer also einen Nationalparks Passport besitzt, zahlt keinen Eintritt. Wir hatten aber keinen (lohnt sich im Osten kaum) und haben 7 Dollar für das Auto gezahlt. In Vicksburg selbst sind ein paar nette Südstaatenhäuser zu sehen, die allerdings recht heruntergekommen sind.

Das war dann schon ganz anders in Natchez, unserer nächsten Station. Das Wetter war pünktlich zum Chrismas Day (25.12.) strahlend sonnig, so daß wir die Antebellum-Villen im rechten Licht sahen. Einzig von innen konnten wir sie nicht betrachten (einige der Villen kann man gegen Gebühr besichtigen), denn am Chrismas Day hat alles zu. Auch die Restaurants! Und das war ein Problem! Zum Glück hatten wir morgens im Hotel ein Continental Breakfast und noch Vorräte im Auto. Wir wären sicher nicht verhungert, aber die Dame an der Hotelrezeption erzählte uns, daß nur das "Waffel-House" auf habe. Na gut, bevor's nur Äppel gibt, gehen wir halt in den Schnell-Imbiß. Aber es war sogar besser als erwartet, nicht das Ambiente, aber das Essen. Übrigens ging's uns bereits am 24.12. so, denn am Chrismas Eve macht alles um 20 Uhr zu. Wir hatten leider etwas spät erst Hunger und konnten gerade noch was von Taco Bell am Drive Trough ergattern!

Donnerstag (26.12.) ging's nach Montgomery, der Hauptstadt von Alabama. Auch eine nette Stadt, kaum Hochhäuser, ein schönes Capitol und einen "Old Alabama Town". Hier stehen alte Südstaaten-Villen, aber da hatten wir in Natchez schönere gesehen. Unser Bedarf war in dieser Hinsicht gedeckt.

Freitag und Samstag (27.+28.12.) war dann Atlanta dran, Hauptstadt von Georgia und Ausrichtende Stadt der Sommer-Olympiade 1996. Eine sehr schöne Stadt! Ich bin nun wirklich kein Großstadt-Fan, aber diese Stadt war faszinierend schön! Das Coca-Cola-Museum (6 Dollar pro Erwachsener) war natürlich Pflicht, ebenso ein Besuch beim Grab von Martin Luther King. CNN wollten wir am Samstag besichtigen, aber der Andrang war dort so groß, daß die Touren für den gesamten Tag bereits ausverkauft waren. Pech! Dafür sind wir noch ein bißchen im Centennial Olympic Park spazieren gegangen und ein bißchen shoppen waren wir auch noch. Am Nachmittag haben wir uns noch "Stone Mountain" angesehen, etwa 15 Meilen östlich von Atlanta. Dabei stellten wir fest, daß ein Teil davon ein regelrechter Freizeitpark ist mit einem "kleinen" Eintritt von 19 Dollar! Dabei hatten wir schon am Eingang des Parks 7 Dollar für's "Parken" gezahlt, was auch immer die darunter verstehen! Nun, ein paar nette Aussichten haben wir trotzdem noch gefunden, auch ohne den am Samstag natürlich gerammelt vollen Freizeitpark. Am frühen Abend haben wir uns auf den Weg nach Charlotte zurück gemacht, eine knapp vierstündige Autofahrt. Tja, das war's dann auch schon!

Übrigens hier noch ein interessanter Link zu den Südstaaten: Deep South USA