Der Toadstool Hoodoo sollte heutzutage eigentlich zum "Standard-Programm" eines West-Reisenden gehören. Der schön geformte Hoodoo mit seinen Kumpels ist durch die Tatsache, daß der Trailhead direkt am Highway 89 liegt und nur einer kurzen Wanderung bedarf, ein einfaches und lohnendes Ziel. Den kleinen Parkplatz findet man rund eine Meile östlich der Paria Contact Station und zwar genau da, wo die parallel zum Highway verlaufende Stromleitung (von Kanab aus kommend!) in einem rechten Winkel nach Norden abknickt. Hier kann man den Wagen abstellen und sich in der Registration Box eintragen (immer sinnvoll, aber das Austragen hinterher nicht vergessen!). Hinter der Box ist die Öffnung durch den Zaun und dann läuft man einfach geradeaus den ausgetretenen Pfaden nach.

Der eigentliche Weg schlängelt sich durch einen Wash, jedoch sieht man anhand der Fußspuren, daß viele die Kurven des Washes "abgeschnitten" haben und einfach querbeet gelaufen sind. Das Laufen durch den Wash ist etwas leichter weil ebenerdig, dafür aber auch länger. Macht man die "Querbeet-Tour" (so wie wohl die meisten) hat man ein "auf und ab" vor sich über diverse Hügel. Der Pfad, der nicht immer gut sichtbar ist, aber erahnt werden kann, führt etwa 20 Minuten durch ein kleines Tal und teilweise über schmale Grate an den Hügeln bis zu dem ersehnten Blick auf den "Giftpilz".

 

Hier muß man dann ein wenig kraxeln, um auf das Plateau dahinter zu kommen, aber das ist harmlos. Der Toadstool erinnert mich ein bißchen an den Balanced Rock im Arches NP. Nicht vom Aussehen - aber er sieht ebenfalls von jeder Seite anders aus.

Auf dem Plateau hinter dem Toadstool befinden sich noch ein paar wenige andere Hoodoos, die jetzt nicht sooo spektakulär aber doch ansehnlich sind für nette Fotos.

 

Wer dann noch Lust auf ein paar weitere Hoodoos hat, der folgt dem Plateau nach links (Westen) und kraxelt zwischen einigen Felsen hindurch hinüber in ein anderes Hoodoo-Tal mit weißen Hoodoos. Hier hat mir eigentlich der "Schneemann"-Hoodoo (den hab ich so getauft, weil er 3 schwarze Löcher hat die an Knöpfe erinnern ) am besten gefallen. Weiter westlich liegen dann die Rimrocks, aber die kann man von hier aus nicht erreichen.

Interessant ist übrigens: obwohl dieses Ziel leicht zu erreichen ist und wir am späten Nachmittag, also zur besten Foto-Zeit dort waren, haben wir gerade mal 3 Wanderer getroffen, als wir schon wieder zurück liefen. Erstaunlich! Aber umso besser für uns - uns hat jedenfalls keiner gestört bei unserer Fotosession.