The Wave

Endlich war ich dort! Die Wave ist in den letzten Jahren zu einem wahren Besuchermagneten mutiert und der Ansturm auf die (UNBEDINGT NOTWENDIGEN) permits ist so riesig, dass das Bureau of Landmanagement (BLM) die permits nur noch über Verlosungen vertreibt. Im Internet werden für jeden Tag 10 permits verlost und vor Ort kann man pro Tag auch noch 10 "Walk-In-Permits" ergattern.

Ich stelle euch hier die Links des BLM zur Verfügung und wünsche euch viel Glück bei der Lotterie!

Infoseite des BLM (how to obtain a permit)

Lotterie-Seite (obtain a permit)

Was ist eigentlich die "Wave"?

Die mittlerweile sehr bekannte "Welle" ist eine der schönsten und außergewöhnlichsten Felsformationen im Westen, die ich kenne. Viele Fotos ohne nähere Bezeichnung habe ich bereits in den 90er Jahren gesehen, aber so richtig konkret wurden die Aussagen erst nach der Jahrtausendwende. Mein Bruder war schon 2005 dort, er hatte noch das Glück, eine permit über das Internet direkt kaufen zu können, aber durch den grossen Ansturm auf die Internetseite des BLM und den regelmässigen Zusammenbruch derselben musste das BLM etwas ändern. Seit April 2007 gibt es für die Coyote Buttes North (Wave) in erster Linie nur noch die Lotterie. Falls danach noch Karten übrig sein sollten, können diese dann direkt gekauft werden. Das ist allerdings völlig utopisch! Sogar in den Wintermonaten Dezember bis Februar gibt es kaum mal ein paar übrig gebliebene permits, habe ich festgestellt. Man braucht einfach Glück...

Wer nun immer noch nicht weiss, wovon ich rede, der sollte mal einen Blick auf das folgende Bild werfen:

Na? Erkannt? 

Am 31.10.2007 hab ich die "Wanderung meines Lebens" gemacht. Ich hab noch nie einen solch langen Wandertag von gut 8 Stunden hinter mich gebracht!  Immerhin benötigt man für den Hin- und Rückweg jeweils etwa 2 Stunden und durch die Herumkletterei vor Ort vergehen zusätzlich viele Stunden, denn es gibt außer der Wave noch anderes dort zu entdecken! Bevor ich euch auf die Fotos "loslasse", möchte ich unbedingt noch erwähnen, dass auf dem Weg so gut wie kein Schatten vorhanden ist. Unbedingt eine Mütze tragen und Sonnencreme mitnehmen. Nötig sind MINDESTENS 2 Liter Wasser pro Person! Wir hatten genau diese Menge dabei und es hat gerade so eben gereicht. Besser wären 3 Liter pro Person!

Hier nun die Wanderung in Bildern (ich zeige übrigens bewußt kaum Bilder von unterwegs, um nicht jemand zu verleiten, ohne permit zu wandern! Eine genaue Wegbeschreibung gibt es zusammen mit der permit vom BLM) ...

Wir haben sie!!! So sieht eine permit aus und die Blätter dahinter sind die Wegbeschreibung, die man vom BLM erhält. Und nun beginnt die Wanderung...

Zunächst fährt man die Houserock Valley Road (eine Dirt Road, nur bei Trockenheit zu befahren!) bis zum Trailhead. Das dauert rund 30-40 Minuten.

Am Trailhead-Parkplatz (Wire Pass) sollte man sich unbedingt in die Registerbox eintragen (und später auch wieder austragen, wenn man zurück ist). Dies dient zu eigenen Sicherheit. Und dann geht's los...

Am Eingang sieht alles noch unspektakulär aus, aber das ändert sich mit jedem Schritt hinein in die Wunderwelt...

Am hinteren Ende der Wave kann man den steilen Hang hinaufklettern (geht hinauf übrigens wesentlich leichter als runter! Ich bin später stellenweise auf dem Hintern runtergerutscht... *lach*). Aber die kleine Mühe lohnt sich sehr...

Wenn man Glück hat und es hat Tage vorher hier geregnet, findet man ein paar Wasserstellen, die sogar "bewohnt" sind...

Der Hamburger Rock ist ebenso ein Unikat und wirklich lustig anzusehen...

Und auch DAS ist ein absolutes MUSS, wenn man schon in der Gegend der Wave ist: die Second Wave!

Nun geht's wieder zurück zur eigentlichen Wave. Wir waren nicht ganz oben, haben aber die für uns wichtigsten Dinge hier gesehen. Nun haben wir uns nochmal richtig ausgetobt beim Fotografieren in der Wave...

 

Es gibt noch einiges mehr in der Umgebung zu sehen. Wir waren nicht ganz oben auf dem Top Rock, weil wir schlicht keine Kraft mehr hatten und die Sonne uns erbarmungslos auf die Birne schien (und das Ende Oktober wohlgemerkt!). Wenn man um das Felsmassiv noch weiter drumherum steigt, gibt es irgendwo noch einen Felsen der wie ein "Big Mäc" aussieht und man sieht die nahe gelegenen "Teepees", eine zeltförmige Felsformation, gegenüber. Es gibt also jede Menge zu sehen, zu erklettern und zu fotografieren. Ich kann nur jedem empfehlen (egal ob mit guter oder schlechter Kondition): nehmt euch Zeit und lauft am besten schon früh morgens in der frischen Morgenluft los. 8 Uhr ist die späteste Zeit, zu der man starten sollte (ganz besonders wenn man im Hochsommer dort ist!). Wer ein Frühaufsteher ist, sollte gleich nach Tagesanbruch losmarschieren. So entgeht man wenigstens auf dem Hinweg den heißen Sonnenstunden und hat außerdem viiiiel Zeit.